Erwähnenswert scheint mir, dass HelpMaker UNICODE unterstützt, also Sprachunterstützung für Chinesisch, Arabisch usw. enthält.
Ebenfalls erwähnt werden sollte, dass HelpMaker alle Dateien, die zu einem Projekt gehören, in einer proprietären Datei mit der Dateiendung SH6 speichert.
Die Möglichkeit, CSS-Dateien einzubinden, fehlt bei der getesteten Version (HelpMaker Version 7.3.10 bzw. 8) noch.
HelpMaker ist ein Produkt der Firma Vizacc und kann unter der folgenden Adresse heruntergeladen werden: www.vizacc.com
Die Installation ist unkompliziert, die Systemanforderungen sind bescheiden. HelpMaker läuft auf jeder Windows-Version (ab Windows 95). Es gibt nur eine Voraussetzung, die beachtet werden sollte: Für den Import von Word-Dokumenten muss Word installiert sein.
Die Online-Hilfe zu HelpMaker ist zum Testzeitpunkt nicht sehr ausführlich, weshalb sich ein Besuch der Website lohnt, um dort zusätzliche Informationen oder, falls nötig, Hilfe zu erhalten.
Ein neues Hilfeprojekt können Sie entweder von Grund auf neu anlegen oder Sie können eine vorhandene HLP-Datei dekompilieren.
Die Dekompilierung der HLP-Datei verlief problemlos und schnell; leider wurden Bilder nicht in HelpMaker angezeigt, obwohl sie als BMP entpackt wurden.
Die dritte angegebene Möglichkeit, eine vorhandene HPJ zu importieren, funktionierte bei meinem Test nicht, obwohl sämtliche Ausgabedateien eines vorausgehenden HelpMaker-Projekts im gleichen Ordner lagen wie die dazugehörige HPJ-Datei.
Wenn Sie ein neues Projekt angelegt haben, sollten Sie die Projekteinstellungen überprüfen. Dazu markieren Sie im linken Fensterbereich unter Document Map den Projekttitel. Sie sehen etliche Registerkarten, wobei die Registerkarten PDF und Styles noch ohne Inhalt sind.
Auf diesen Registerkarten nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor, wie Ausgabeformat der kompilierten Hilfe, Copyright usw.
Sie können eine Word- oder RTF-Datei in Ihr Projekt importieren. Die Möglichkeit, HTML zu importieren, wird zwar angeboten, ist jedoch beim Test nicht gelungen.
Beim Import einer Word- oder RTF-Datei werden Formatierungen und Grafiken übernommen, wobei die Grafiken (zumindest nach RTF-Import) in der kompilierten Hilfe fehlen.
Deshalb ist es besser, reinen Text zu importieren und die Grafiken händisch einzubinden.
Abgesehen von der Hilfe-Generierung gibt es die Möglichkeit, die Inhalte nach Word, RTF, HTML oder PDF zu exportieren. Der Export (inklusive Grafiken) ist problemlos und schnell. Beim PDF-Export gibt es Optionen, das Dokument zu schützen.
Die Erstellung von Büchern und Topics ist sehr einfach. Auch Funktionen wie Topics in der Hierarchie verschieben, ein- oder ausrücken sind komfortabel. Es gibt ein paar kleine Bugs, mit denen es sich jedoch leben lässt.
Sie können für jedes Topic den Bearbeitungsstatus festlegen: „Complete", „Under Construction", „Needs Review" oder „Outdated".
Veraltete Topics lassen sich in den Trash-Ordner verschieben. Falls diese Topics doch wieder benötigt werden, können sie problemlos an einen geeigneten Platz verschoben werden.
HelpMaker kompiliert das Ausgabeformat, das bei den Projekteinstellungen auf der Registerkarte Project ausgewählt ist.
Ich hatte einzig bei der Kompilierung einer Winhelp Probleme. Erst nachdem ich bei den Projekteinstellungen, Registerkarte Baggage alle Einträge unter Registered Routines gelöscht hatte, funktionierte die Kompilierung einwandfrei und die Hilfedatei wurde nach der Kompilierung automatisch angezeigt.
HelpMaker ist ein nützliches Werkzeug, um Hilfeprojekte schnell und umkompliziert zu erstellen. Da das Programm weiterentwickelt wird, steht zu hoffen, dass auch die CSS-Einbindung und andere wichtige Funktionen bald integriert werden.
Die Zusatz-Tools sind ein ambitioniertes Projekt, das vielleicht etwas früh der breiten Öffentlichkeit angeboten wurde. Gut ist jedoch der Gedanke, Werkzeuge, die für die Hilfeerstellung nützlich sind, in einem Paket anzubieten. Es lohnt sich sicherlich, die weitere Entwicklung dieses Programmpakets im Auge zu behalten.
23.04.07
Eva Fitz - Redaktionsleiterin bei Comet Computer
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