![]() |
|
|
Artikel
Service
|
Agiles Terminologiemanagement
In traditionellen Prozessen wird dem Terminologiemanagement oft wenig Bedeutung beigemessen: In der Spezifikation werden vom Produktmanagement oder der Entwicklung Begriffe eingeführt, um den neuen Funktionen des Produkts einen Namen zu geben. In diesen Prozess ist die Dokumentationsabteilung häufig gar nicht eingebunden. Erst nach der Entwicklungsphase bekommt der Technikredakteur die Begriffe zu Gesicht – und wundert sich ab und an, was für Wörter kreiert wurden und sich im Laufe der Zeit bei der Entwicklung etabliert haben. Für umfangreiche Diskussionen über die Terminologie bleibt kurz vor dem Release-Ende dann oftmals kaum mehr Zeit.
Was ändert sich nun im Zuge von agilen Methoden? Der Technikredakteur ist bereits zu Beginn des Entwicklungsprozesses involviert und fest im Team eingebunden. In jeder Iteration bearbeitet der Technikredakteur die im Backlog vorgesehenen Dokumentationsaufgaben, wozu auch die Klärung und Festlegung von Terminologie zählen sollte. Ist dies bereits im Backlog verankert, können sich im Vergleich zu traditionellen Prozessen deutliche Vorteile für das Terminologiemanagement ergeben. Durch die stärkere Einbindung in das Team ist der Technikredakteur stets darüber informiert, wenn Begriffe für neu entwickelte Funktionen benötigt werden. Er kann dann das Team dabei unterstützen, einen sprachlich korrekten Begriff zu finden, der keine Mehrdeutigkeiten enthält und keine Missverständnisse hervorruft. Auf diese Weise kann von vornherein sichergestellt werden, dass alle Teammitglieder das gleiche Konzept mit dem Begriff verbinden. Dies erleichtert die Kommunikation im gesamten Entwicklungsprozess. Wenn den Teammitgliedern transparent wird, was ein professionelles Terminologiemanagement leisten kann und sie für ihre eigene Arbeit einen Nutzen daraus ziehen können, steigt das Ansehen für diese Arbeit des Technikredakteurs. Der Technikredakteur wiederum hat den Vorteil, dass Begriffe von Anfang an eingeführt sind und konsistent verwendet werden. Wenn schließlich die Produktdokumentation geschrieben wird, ist die terminologische Vorarbeit bereits geleistet. Also: Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Aber natürlich hängt es nicht zuletzt vom Technikredakteur selbst ab, die Terminologieaufgaben im Backlog vorzusehen und diese auch konsequent voranzutreiben. Nur so kann es gelingen, das Stiefkind „Terminologiemangement“ im Team gewinnbringend zur Geltung zu bringen.
Mit dem Artikel verknüpfte Schlagwörter: |
|
|||
|
Startseite | Impressum | Kontakt Doku.Info ist ein Service von Comet Computer GmbH - Die Profis für Technische Dokumentation
|