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Startschuss für das Terminologiemanagement
Die Vorteile eines professionellen Terminologiemanagements liegen auf der Hand: Eine konsistente Terminologie verbessert die Kommunikation, sowohl unternehmensintern als auch gegenüber dem Kunden. Sie trägt zur Steigerung der Kundenzufriedenheit bei, sorgt für ein positives Unternehmensimage und spart Übersetzungszeit und -kosten. Doch wie lässt sich das Terminologiemanagement realisieren, wenn bislang im Unternehmen noch kein Augenmerk darauf lag? Es sind vorab einige Vorüberlegungen notwendig, damit die Umsetzung gelingt.
KonzeptZunächst sollten Sie prüfen, welche Unternehmensbereiche derzeit an der Entwicklung und Verbreitung von Terminologie beteiligt sind und wer die jeweiligen Ansprechpartner sind. Typischerweise ist nicht nur die Technische Dokumentation in den Terminologiefindungsprozess involviert, sondern vor allem auch Produktmanagement und Marketing. Diese Unternehmensbereiche eignen sich meist gut als Quelle für die Terminologiesammlung. Umgekehrt stellt sich jedoch auch die Frage, wer später als Zielgruppe dienen soll, das heißt, ob die Terminologie in erster Linie für Redaktionsprozesse oder auch für das Übersetzungsmanagement genutzt werden soll. Entsprechend dieser Vorgabe fällt die Wahl des richtigen Terminologiemanagement-Tools aus: Etliche Tools verfügen bereits über eine Schnittstelle zu einem Autoren-Tool oder zu einem Translation-Memory-System. Informieren Sie sich, welches das geeignete Tool für Ihre Zwecke sein könnte. Bevor Sie ein Terminologiemanagement einführen, ist es hilfreich, sich einen Überblick über die bestehenden Standards zu verschaffen, wie sie auf nationaler Ebene von der DIN durch den „Normenausschuss Terminologie“ (http://www.nat.din.de) und auf internationaler Ebene von der ISO (http://www.iso.org, Technical Committee TC 37) von mehreren Arbeitsgremien für die Terminologiearbeit festgelegt wurden, zum Beispiel die folgenden ISO-Richtlinien:
QuellenPrüfen Sie, wo im Unternehmen bereits eine Terminologiesammlung vorhanden ist. Es ist gut möglich, dass einzelne Unternehmensbereiche bereits die von ihnen häufig verwendeten Begriffe gesammelt und festgehalten haben, ohne dies unternehmensweit publik zu machen. Eine andere Quelle können bestehende Dokumente des Unternehmens sein, von Produktblättern über Bedienungs- oder Wartungsanleitungen bis hin zu technischen Spezifikationen. In allen diesen Texten sind unternehmensspezifische Begriffe enthalten, die es zu identifizieren und zu vereinheitlichen gilt. Um die manuelle Arbeit bei diesem Vorgehen möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, eine automatisierte Terminologieextraktion durchzuführen. Schließlich helfen auch die im Internet frei verfügbaren Terminologiesammlungen, die es für diverse Fachgebiete gibt. Dazu zählen zum Beispiel folgende Sammlungen:
KonsolidierungWenn Sie eine erste Terminologiesammlung zusammengestellt haben, sind die nächsten Schritte, Definitionen festzulegen, Dubletten und Synonyme zu identifizieren und Schreibvarianten zu eliminieren. Das klingt mühsam – und das ist es auch. Aber Sie werden von Beginn an feststellen, wenn Sie interne Experten in den einzelnen Unternehmensbereichen befragen, dass immerwährende terminologische Missverständnisse endlich aufgedeckt werden und dadurch die interne Kommunikation verbessert wird. Über die Terminologiearbeit kommen Experten unterschiedlicher Unternehmensbereiche ins Gespräch. Um Synonyme, Antonyme und kausale Beziehungen zwischen Begriffen identifizieren und auch visualisieren zu können, legen wir Ihnen noch zwei Helfer ans Herz:
UmsetzungSchließlich muss die Nutzung institutionalisiert werden: Das Terminologiemanagement muss in die Redaktions- und eventuell Übersetzungsprozesse eingebunden werden, damit die einmal festgelegten Begriffe auch konsistent verwendet werden. Das Terminologiemanagement-Tool unterstützt die Autoren dabei, indem es beispielsweise unerwünschte Synonyme kennzeichnet und die richtigen Begriffe vorschlägt. Zu Beginn ist hier sicherlich Überzeugungsarbeit zu leisten. An dieser Stelle können wir Ihnen allerdings keine hilfreichen Links anbieten; denn Ihr Unternehmen vom Nutzen des Terminologiemanagements zu überzeugen und dieses auch durchzusetzen, das müssen Sie jetzt selbst in die Hand nehmen.
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