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Alle müssen mal wohin - Gleichbehandlung im Sprachgebrauch
Was in der Welt von Toiletten und Stellenanzeigen nahezu selbstverständlich ist, fällt in vielen Sachtexten unter den Tisch: die gleichberechtigte Ansprache von Frauen und Männern.
Gerade in der Technischen Dokumentation, bei der die Zielgruppen-Ausrichtung besonders wichtig ist, muss es Richtlinien geben. Und tatsächlich gibt es sie schon, was uns RedakteurInnen freut. Falsch: Richtig: Oder auch: Falsch: Richtig: Oder auch: Leider haben die geschlechtsspezifischen Begriffe bei uns eine lange Tradition. So schleichen sie sich schon im Kindesalter durch Familie, Kindergarten und Schule in unseren Sprachgebrauch ein und werden selbst in späteren Jahren weder genau betrachtet noch wörtlich genommen. Betriebe rechnen in Manntagen statt in Personentagen, wir zahlen Teilnehmergebühren statt Teilnahmegebühren oder verlangen ganz selbstverständlich bei Beschwerden im Supermarkt den Filialleiter statt die Filialleitung. Und mal ehrlich: Wer denkt bei der Teamassistenz schon an einen Sekretär oder gar bei der Schreibkraft an einen Mann? Es geht hier nicht um pseudo-emanzipierten Sprachaktionismus oder die Verbannung ostdeutscher Ampelmännchen, durch die sich wohl keine Frau ernstlich diskriminiert fühlt (ebenso wenig wie Männer durch das Fußgängerin-mit-Kind-Schild). Vielmehr sollten sich Frauen und Männer der schreibenden Zunft vorhandene Defizite im gemischtgeschlechtlichen Sprachgebrauch bewusst machen. Nur dadurch wird es uns gelingen, nicht mehr unbedacht von Ärzten und Krankenschwestern zu sprechen, sondern von Ärzteschaft und Pflegepersonal. Aber die gleichgestellte Nennung von Frauen und Männern ist nichts ohne eine gewisse Symmetrie. Personendaten, Leistungen und Erfolge von Frauen und Männern sind gleichwertig und müssen auch als solche dargestellt werden. Nennen Sie z. B. Titel und Position entweder bei allen oder gar nicht. Falsch: Richtig: Die Wahl treffender Formulierungen erfordert oftmals Fingerspitzengefühl und Zeit - Zeit, die Sie sich nehmen sollten. Sehen Sie es als Herausforderung Ihres Jobs, nicht nur sachgerecht sondern auch menschengerecht zu schreiben. Bemühen Sie sich, geeignete Begriffe zu finden, die nicht nur Sachverhalte klar und unmissverständlich darstellen, sondern auch Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen. Kümmern wir uns also weniger um Toiletten-, Ampel- oder Schilderfragen; Richten wir unsere ganze Aufmerksamkeit lieber auf das, was wir sagen und schreiben. Zahlreiche Tipps und Beispiele liefert folgender Ratgeber, den Sie zum Sonderpreis von Euro 7,67 bei Comet Computer GmbH bestellen können: 20.01.05 Christiane Schloßer - Technikredakteurin bei Comet Computer Weitere Artikel von Christiane Schloßer Mit dem Artikel verknüpfte Schlagwörter: |
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