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Erfolgreiche Bildbearbeitung mit Gimp

Gimp ist ein umfangreiches Bildbearbeitungsprogramm, dessen Funktionen sich dem Anwender teils erst nach längerer Einarbeitung erschließen. Doch auch weniger erfahrene Nutzer können die kleinen alltäglichen Arbeiten schnell und erfolgreich durchführen. (Getestet: Version 2.6.8)

Bedienoberfläche

Für den Einsteig ist es wichtig, sich nicht von der etwas gewöhnungsbedürftigen Oberfläche abschrecken zu lassen.
So gibt es beispielsweise während der Arbeit kein Hauptfenster im klassischen Sinne. Vielmehr gibt es (in der Standardeinstellung) zwei Fenster mit Werkzeugen und Bedienfeldern. Davon getrennt existiert ein Bildfenster. Dieses wird als einziges in der Taskleiste angezeigt. Öffnet man ein weiteres Bild, so wird dieses ebenfalls in der Taskleiste aufgeführt. Schließt man alle geöffneten Bilder, taucht automatisch ein leeres Bildfenster auf. Dies ist erforderlich, da die Bedienfelder zwar für alle geöffneten Fenster gleich bleiben, eine Menüleiste jedoch in jedem Bildfenster vorhanden ist. Gäbe es kein Bildfenster, könnte man also auch kein neues Bild öffnen.

Werkzeugkasten

Beim Start von Gimp öffnet sich auf der linken Seite der Werkzeugkasten. Dort können Sie im oberen Bereich ein Werkzeug wählen. Im unteren Bereich stehen Ihnen immer die jeweiligen Werkzeugeinstellungen zur Verfügung.

 

Für typische Aufgaben sind die folgenden Werkzeuge von Bedeutung:

Symbol für Auswahlwerkzeug   Das rechteckige Auswahl-Werkzeug und die sechs darauffolgenden Auswahl-Werkzeuge dienen dem Auswählen nach unterschiedlichen Kriterien, mit unterschiedlichen Methoden.

Symbol für Pipette  Die Farbpipette dient der Aufnahme von Farbe. Bewegen Sie die Pipette über eine Farbe im Bild und klicken Sie, um diese Farbe als Vordergrundfarbe festzulegen.


Symbol für Verschiebenwerkzeug Mit dem Verschiebe-Werkzeug können Sie Ebenen, Auswahlen und Pfade verschieben.

Symbol für Ausschneidewerkzeug Das Zuschneide-Werkzeug eignet sich, um unwichtige Bildinhalte an den Rändern zu entfernen (siehe auch Zuschneiden in Gimp).

Symbol für Skalierenwerkzeug Mit dem Skalieren-Werkzeug können Sie die Größe des gesamten Bildes oder auch einer einzelnen Ebene, Auswahl oder eines Pfades ändern.


Symbol für Textwerkzeug Die Bedienung des Text-Werkzeuges ist weitgehend intuitiv. Lediglich der Texteditor mag Einsteiger etwas irritieren: Der Text wird nicht direkt an der vorgesehenen Stelle im Bild eingegeben, sondern im Texteditor.


Symbol für Pinselwerkzeug Das Pinsel-Werkzeug eignet sich nicht nur zum Malen; es ist vor allem wichtig für die Korrektur von Ebenenmasken.


Symbol für Klonstempel Mit dem Klon-Stempel können Sie Bildinhalte aufnehmen und an eine andere Stelle übertragen.

Das Dock auf der rechten Seite

Bei dem Dock auf der rechten Seite des Bildschirmes sind standardmäßig bereits die zwei wichtigsten Dialoge an erster Stelle: Der Ebenendialog (oben) und der Pinseldialog (unten).
Die obere Dialoggruppe enthält den schon genannten Ebenendialog, den Kanäledialog und den Pfadedialog.

Ebenendialog

Sie können sich die Ebenen wie einen Stapel Papiere vorstellen: Öffnen Sie ein Bild, besteht der Stapel nur aus diesem Bild. Sie können nun aber ein zweites Bild darüber legen. Je nach Größe wird dieses das erste teilweise oder ganz überdecken. Der Ebenenstapel bietet dabei allerdings deutlich mehr Möglichkeiten als ein Papierstapel. Ebenen können nicht nur über verschiedene Füllmodi miteinander verrechnet werden, man kann auch die Deckkraft anpassen und Teile der Ebene transparent oder halbtransparent machen. Ein wichtiges Argument für den Einsatz von Ebenen ist, dass Bearbeitungsschritte besser einzeln angepasst und nachbearbeitet werden können.

Kanäledialog

In diesem Dialog sehen Sie die Helligkeitswerte jedes einzelnen Farbkanals.

Pfadedialog

Erstellen Sie Pfade in Ihrem Bild (zum Beispiel über das Pfade-Werkzeug), so werden diese hier gesondert angezeigt.

Journal

Sie können hier Bearbeitungsschritte einzeln – oder mehrere auf einmal – rückgängig machen. Wie viele Schritte im Journal gespeichert werden, können Sie indirekt durch die Angabe des maximal zur Verfügung stehenden Speicherplatzes unter Bearbeiten > Einstellungen festlegen.

Pinseldialog

Aus der unteren Dialoggruppe ist für den Anfang der Pinseldialog der wichtigste: Hier können Sie eine Pinselspitze auswählen und diese auf der linken Seite bei den Werkzeugeinstellungen anpassen.

Gruppieren und Andocken der Dialoge

Sie können die Bedienoberfläche in Gimp nach Ihrem Geschmack anpassen. Dialoge lassen sich frei verschieben, sowie an- und abdocken. Ordnen Sie mehrere Dialoge in einem Fenster an, wird dieses Fenster als Dock bezeichnet.
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, wie Sie Dialoge anordnen können: in Registerkarten oder untereinander.

Dialoge anordnen

Um Dialoge an- und abzudocken, klicken und ziehen Sie den Bereich des Dialognamens.

Abdocken 

Je nachdem, wohin Sie den Dialog ziehen, wird er anders angeordnet. Für eine Anordnung in Registerkarten ziehen Sie den Dialog über den Bereich des Namens eines anderen Dialogs oder über die innere Feldumrandung (grün gekennzeichneter Bereich) und lassen los.

Anordnung in Registerkarten 

Um den Dialog unter oder über einem anderen anzuordnen, ziehen Sie den Dialog an das obere oder das untere Ende des anderen Dialoges.

Dialoge untereinander anordnen 


31.03.10
Silvan Zipperlen
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