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DITA: ein neuer Standard mit Zukunft
DITA (Darwin Information Typing Architecture) ist eine Informationsarchitektur auf XML-Basis, die speziell für die Technikdokumentation konzipiert wurde. Bestechend bei dieser Architektur ist die klare Ausrichtung auf eine bewährte Strukturierungstechnik aus der Online-Dokumentation. Basis dieser Technik ist die Aufteilung des Inhalts in Bausteine, genannt Topics.
Topic-orientierter AnsatzTopics sind in sich geschlossene, möglichst kontextunabhängige Inhaltsblöcke. Gegenüber einer starren Kapitelstruktur eignet sich die Topic-Struktur besser zur Wiederverwendung, vorausgesetzt die Topic-Einteilung wird richtig gemacht.Eine seit über zehn Jahren bekannte Technik zur Topic-Einteilung ist das Topic-Klassenkonzept® von Prof. Sissi Closs. Kern dieser Technik ist die Bildung von Inhaltskategorien und dazu passenden Topic-Typen. Für die gängigen Inhaltskategorien in der Online-Hilfe wie Schrittanleitungen, Beschreibungen und Glossareinträge haben sich im Laufe der Jahre geeignete Topic-Typen etabliert. DITA greift diese auf und bietet neben dem generischen Topic die Grundtypen Concept, Reference und Task. SpezialisierungAuf Basis der in DITA vorgegebenen Grundtypen können durch Spezialisierung neue Domänen und Typen entwickelt werden. Nach dem Prinzip der Vererbung werden die für die Ausgangstypen vorgenommenen Festlegungen an die abgeleiteten neuen Typen weitervererbt und können bei Bedarf spezifisch angepasst oder erweitert werden.Tool-Unterstützung für DITAUm die DITA-Architektur effektiv zu nutzen, benötigen wir passende Tools. Erfreulicherweise gibt es heute schon eine beachtliche Tool-Landschaft, die dank Standardisierung und guter Akzeptanz von DITA schnell wächst. Mit dem Standard steht auch ein passendes DITA Open Toolkit zur Verfügung. Darüber hinaus unterstützen viele Hersteller den neuen Standard. Vom Autorenwerkzeug - Author-it (ASC), Epic (PTC), FrameMaker (Adobe), Serna (Syntext), XMetal (Blast Radius), XMLSpy (Altova) - bis zum umfassenden Redaktionssystem - Docato (X-Hive), Worldserver (Idiom) - gibt es für jeden Bedarf ein geeignetes Tool.Einige Hersteller liefern eine Konfiguration für DITA im Standard-Lieferumfang ihres Werkzeugs mit oder haben dies für zukünftige Versionen angekündigt. Dazu gehören Author-it, EPIC, FrameMaker, Serna, XMetal Author DITA, XMLSpy. Auch Hersteller von Redaktionswerkzeugen bieten heute schon fertige DITA-Komponenten an. Hierzu gehören das DITA Starterkit von Docato, Open Topic von Idiom und Sibersafe von Siberlogic. Starten mit dem DITA Open ToolkitDas DITA Open Toolkit ist ein frei verfügbares Open-Source-Paket für DITA. Es enthält eine Reihe von XSL-Transformationen und Skripts, die aus DITA-getaggten Inhalten verschiedene Ausgaben produzieren. Für HTML, XHTML, PDF, HTMLHelp, JavaHelp und EclipseHelp gibt es vordefinierte Transformationen. Außerdem enthält das Toolkit schon getaggte Beispieldaten, mit denen die mitgelieferten Transformationen ausprobiert werden können. Um einen ersten Eindruck der DITA-Welt zu bekommen, ist es daher am günstigsten und schnellsten, mit dem DITA Toolkit zu starten.Im nächsten Schritt können dann die mitgelieferten Transformationen den eigenen Wünschen angepasst werden. Dazu sind entsprechende Programmierkenntnisse (XSLT, XSL-FO, ANT, ...) erforderlich. Wem dies zu unbequem ist, der kann sich dann nach komfortableren Tools umschauen. Je nach Funktionsumfang gibt es erhebliche Unterschiede, was Lizenzpreise und Aufwände für die Einrichtung und Pflege des Werkzeugs betrifft. Erfahrungen mit DITAComet setzt DITA seit drei Jahren erfolgreich ein. Handbücher, Online-Hilfen, Schulungsunterlagen und Glossare konnten ohne weitere Spezialisierung mit DITA direkt umgesetzt werden.DITA ist in seiner heutigen Form sicher nicht die Lösung für alle Dokumentationsaufgaben. Doch die schon vorhandenen DITA-Implementierungen zeigen, dass es zahlreiche Anwendungsbereiche gibt und in Zukunft immer mehr geben wird, für die DITA die beste Lösung ist. Warum lohnt es sich, auf DITA zu setzen?Die offensichtlichen Vorteile, die sich durch die Standardisierung ergeben, sind Kosteneinsparung und Investitionssicherheit. DITA gibt einen Rahmen vor, in dem Technikredakteure direkt mit der Arbeit beginnen können - ohne langwierige Strukturfindungsprozesse, die viel Geld kosten. Wachsende Verbreitung und breite Tool-Unterstützung sorgen hoffentlich für eine langfristig verfügbare Basis. Der breite, unternehmensübergreifende Einsatz derselben Basisarchitektur ermöglicht zudem, dass nach und nach Strukturierungs-Know-how für Informationsgebilde wächst, aus dem neue Standards entstehen könnten.Internetadressen zu DITADen Zugang zu allen wichtigen DITA-Informationen finden Sie über folgende Internetadressen:IBM: www.ibm.com OASIS-Startseite: www.oasis-open.org DITA auf den Coverpages: xml.coverpages.org/dita.html DITA Open Toolkit: dita-ot.sourceforge.net DITA-Benutzergruppe: dita-users@yahoogroups.com Informationen über Tools und erfolgreiche Umsetzungsmöglichkeiten erhalten Sie bei Comet: www.comet.de Internetadressen zu DITA-ToolsDiese Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Tools sind alphabetisch mit der zugehörigen Internetadresse gelistet.Author-it von Author-it: www.author-it.de DITA Open Toolkit: dita-ot.sourceforge.net Docato DITA-Starterkit von X-Hive: www.x-hive.com Epic von PTC: www.ptc.com/ FrameMaker von Adobe: www.adobe.de/products/framemaker Serna von Syntext: www.syntext.com WorldServer von Idiom: www.idiominc.com XMetal Author DITA von BlastRadius: na.justsystems.com/index.php XMLSpy von Altova: www.altova.com 30.11.05 Prof. Sissi Closs - Inhaberin und Geschäftsführerin von Comet Computer und Comet Communication sowie Professorin für Informations- und Medientechnik im Studiengang Technische Redaktion an der Hochschule Karlsruhe Weitere Artikel von Prof. Sissi Closs Mit dem Artikel verknüpfte Schlagwörter: |
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