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Web-Objekte schützen
So machen Sie den Web-Räubern das Leben schwer.
Das Internet ist eine feine Sache. Egal was ich suche, ich werde meistens fündig. Es gibt ja genügend Menschen, die aus reiner Menschenfreundlichkeit ihr Wissen und ihre Werke ins Web stellen, damit alle etwas davon haben. Dann gibt es aber auch solche, die meinen, sie dürften frei über das Eigentum anderer verfügen, weil es ungeschützt herumliegt. Wenn jemand Informationen ungeschützt ins Web stellt, ist das ungefähr so, als würde er sein Rad unversperrt irgendwo abstellen und glauben, es später an ebendiesem Ort wiederzufinden. Und weil das nur selten so ist, werden z. B. gute Web-Tutorials ungeniert von anderen abgekupfert; Webdesigns, Fotos und Musik werden einfach auf andere Internetseiten übernommen. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick, mit welchen Tools und Hilfsmitteln Sie Ihre Web-Informationen wirksam schützen können. Das Internet ist zwar eine feine Sache, aber auch höchst unsicher, was den Schutz von Webseiten und deren Inhalt angeht. Sobald eine Seite im Browser sichtbar ist, sind die zugehörigen Dateien (Text, Bilder usw.) im Browser-Cache auf der lokalen Festplatte gespeichert. Da hilft es nichts, wenn Web-Entwickler den Rechtsklick im Browser sperren oder die Screenshot-Funktion deaktivieren. Zwar können wir zum Schutz dynamischer HTML-Seiten den Browser anweisen, die Seite nicht im Cache zu speichern, aber diese Nuss ist von Benutzerseite mit einem kleinen Werkzeug (das wir hier nicht preisgeben wollen) relativ leicht zu knacken.
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| <script type="text/javascript"> window.onload = sperre; function gehtnicht() { alert ("nur zum anschauen"); return false; } function sperre() { document.body.oncontextmenu = gehtnicht; document.body.onselectstart = gehtnicht; document.body.onkeydown = gehtnicht; } </script> |
DRM - Digital Rights Management
In den letzten Jahren wurden verschiedene Methoden entwickelt, um Inhalte vor unberechtigtem Zugriff oder vor Missbrauch zu schützen, z. B. die Open Digital Rights Language (www.odrl.net) oder die eXtensible rights Markup Language (XrML; www.xrml.org), mit denen festgelegt werden kann, wer unter welchen Bedingungen Dateien öffnen darf. Auf XrML baute u. a. Microsoft bei der Entwicklung seiner Software für Digital Rights Management (DRM) auf. DRM ist für Anbieter von Multimedia gedacht und schützt Multimedia durch Verschlüsselung und Regeln, die die Nutzungsbedingungen festlegen, wie z. B. Kopierschutz oder Verfallsdatum. Um DRM nutzen zu können, brauchen Sie ein DRM-Profil. Das erhalten Sie entweder von Ihrem Lizenzierungsanbieter, oder Sie erzeugen Ihre eigenen Lizenzen mit Windows Media Rights Manager 9 Series SDK. Informationen über Erstellung und Anwendung einschließlich Programmierbeispielen finden Sie unter
www.msdn.microsoft.com, wenn Sie über MSDN and Knowledge Base nach DRM suchen.
Streaming Media
Multimedia in Streaming-Media-Formaten anzubieten, ist auch ein probates Mittel zum Kopier- und Download-Schutz. Streaming Media ist mit Streaming Audio und Streaming Video das Internet-Äquivalent zu Hörfunk und Fernsehen. Die übertragenen Daten werden auf dem Rechner des Benutzers in einen Puffer geladen, von wo aus sie angezeigt bzw. abgespielt werden können (Direktabruf). Währenddessen wird der Puffer weiter mit dem Datenstrom versorgt. Neben Microsoft bietet auch der Hersteller Real Networks Streaming-Formate an (Real Audio und Real Video; www.realnetworks.com/audience/index.html).
MPEG-Produkte
Die Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelte mit MPEG-21 (www.chiariglione.org/mpeg) einen neuen Standard für die Sicherheit multimedialer Dateien. Wenn Sie Ihre Multimedia-Dateien schützen wollen, können Sie als Privatanwender (nicht für kommerzielle Zwecke) den kostenlosen Online-Dienst RightsExpress von ContentGuard nutzen (rightsexpress.contentguard.com), um für Ihre Dateien Nutzungsrechte, Verfallsdatum usw. festzulegen.
Dass PDF-Dokumente geschützt werden können, ist hinreichend bekannt. Es gibt Passwortschutz, Kopierschutz und die Möglichkeit, den Ausdruck zu unterbinden:
Falls Sie in größeren Dimensionen denken, empfiehlt sich aber vielleicht eher Lifecycle Policy Server von Adobe. Das Produkt ermöglicht eine äußerst differenzierte Verwaltung unter anderem für Zugriffsrechte (wer darf ein Dokument ansehen, verändern, kopieren, ausdrucken oder weiterleiten), Freigabeprozesse und Gültigkeitsfristen.
Flash-Filme lassen sich im Internet mühelos aufspüren und herunterladen. Wie gut, dass sich das Herunterladen mit ausgeklügelten, selbst erstellten Algorithmen verhindern lässt. Wertvolle Hinweise dazu liefert z. B. folgendes Buch von Carlo Blatz und Gerald Marischka: Flash 5 und ActionScript professionell (Bonn, 2001).
Fotos können Sie selbst ohne großen Aufwand schützen, indem Sie steganographische Urheberinformationen in Ihre Bilder einbetten. Es gibt kostenlose und kommerzielle Software, die Ihnen die Arbeit abnimmt. Sie versieht Ihr Foto entweder mit transparenten Schriftzügen (Beispiel: www.e-kunst.de) oder einem digitalen Wasserzeichen. Anhand digitaler Wasserzeichen lässt sich im Streitfall der Ursprung von Dateien zweifelsfrei nachweisen. Für Profi-Fotografen, die Vorschau-Fotos im Internet präsentieren, mag sich eine jährliche Subskription bei einem Dienstleister wie Digimarc lohnen (www.digimarc.com), der die Bilder z. B. mit Wasserzeichen versieht.
Es gibt einen ständigen Wettlauf zwischen Sicherheitsexperten und Personen, die Sicherheitsmechanismen knacken. Deshalb schadet es nie, die neuesten Entwicklungen im Auge zu behalten und die Webseiten der Sicherheitsexperten zu seinen Browser-Favoriten zu machen.
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