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Hinweis: Zum Betrachten der Grafiken im folgenden Text benötigen Sie den Adobe SVG Viewer.
Kein Begriff sorgte die letzten Jahre bei Technischen Redakteuren und Illustratoren so für Furore wie der des "Single Sourcing" (was bedeutet: "alles aus einer Quelle"). Die Gründe: In Dokumentations- und Illustrationsbetrieben sammeln sich enorme Mengen an Text- und Bildmaterial an. So umfasst nicht selten eine einzelne Dokumentation mehrere tausend Seiten. Wird diese in viele Sprachen übersetzt, entsteht ein hoher Verwaltungsaufwand sowohl für Texte als auch für Grafiken (Grafiken können Texte enthalten, die ebenfalls übersetzt werden müssen).
Damit verbunden ist auch der Wunsch nach Toolunabhängigkeit. Teuere Tools für Dokumentation, Grafik, Animation und Layout gibt es mittlerweile viele. Diese sind häufig nicht einmal untereinander kompatibel.
Schliesslich kommt hinzu, dass Dokumentation und Illustration oft auf unterschiedlichen Ausgabemedien publiziert werden soll. Beispielsweise ist es mittlerweile selbstverständlich geworden, dass mit einer Software neben der gedruckten auch die Online-Dokumentation geliefert wird meist in der Software implementiert. Nicht selten müssen beide Ausgabearten unabhängig von einander nachgeführt werden.
Somit ist der Hang zur einen Quelle, aus der sich alles auf einmal schöpfen lässt, gerade für kommunikationswissenschaftliche Berufe wie Redakteure, Illustratoren, Grafiker und nicht zuletzt Kartografen verständlich.
Ein einfaches aber sehr effizientes Mittel für Single Sourcing ist der XML-Ansatz für zweidimensionale Vektorgrafik "Scalable Vector Graphics". Mit dieser Sprache setzen Sie alles um, wozu Sie früher mehrere Tools und verschiedene Speicherformate benötigten. SVG umfasst technische Möglichkeiten etablierter Standards wie
sowie zahlreiche Bildformate. Dabei bietet es noch folgende Vorteile:
Somit lauten die zwei grossen Vorteile von SVG in Bezug auf Single Sourcing:
Einziger Nachteil ist im Moment noch die Ausgabe. SVG 1.0 ist nicht als Seitenbeschreibungssprache konzipiert und unterstützt somit keine Seitenformatdefinition beziehungsweise Seitenumbrüche. Somit ist es für aufwendige Dokumentationen nur im Online-Bereich gut einsetzbar.
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